Skip to content

ROMAN GUNTLI

Unsere Region muss auch in 100 Jahren noch lebenswert sein!

  • Langfristige Regionalpolitik: Ein aktuelles Beispiel ist das Spital Walenstadt. Grosse und gut überlegte Veränderungen sind wichtig. Es kann aber nicht sein, dass der Kanton einen grossen kantonalen Arbeitgeber aus der Region ersatzlos streicht. Der Kanton als Arbeitgeber ist im Norden genügend vertreten und wir können keiner weiteren Reduktion der Arbeitsplätze zustimmen. Es sind nicht nur die Arbeitsplätze im Spital selber, sondern auch all die Zulieferer verlieren wichtige Aufträge, was in der Region langfristig einen enormen wirtschaftlichen Schaden verursacht.
  • Umwelt und Energie: Wieso sprechen alle von Energiestädten? Die erneuerbare Energie kommt vom Land. Von uns! Nachhaltige Energie wird schon seit langer Zeit bei uns gewonnen und dieses wirtschaftliche Standbein sollten wir weiter, im Einklang mit der Natur, ausbauen. Die Energiegewinnung ist ein sicheres Standbein für unsere Zukunft. Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und allgemein in der Wirtschaft sollte gefördert werden. Es ist nicht das Ziel einer Gesellschaft, schnellstmöglichst viel Ertrag zu generieren, sondern langfristig den Ertrag stabil auf einem angemessen hohen Niveau aufrecht zu erhalten.
  • Alterssicherheit: Ich bin für eine starke staatliche AHV im Umlageverfahren mit Solidaritätscharakter. Eine Privatisierung oder unübersichtliche Spezialformen, wie das bei unseren Nachbarländern der Fall ist, lehne ich vehement ab. Die AHV allein soll für einen angenehmen Lebensabend für alle Bürger garantieren können. Die Pensionskasse und die Dritte Säule sind auch wichtig, fördern aber die Schere zwischen Arm und Reich und sind inflationsgefährdet. Bei kleinem Zinsertrag über diesen langen Zeitraum hat die Pensionskasse in den letzten Jahrzehnten an Attraktivität verloren.
  • Raumplanung: Ich wünsche mir mehr Natur und weniger verbaute Gebiete. Wenn wir weiterhin so viele Grünflächen verbauen, wie in den letzten 30 Jahren, wird ein wesentlicher Teil der Flora und Fauna in naher Zukunft für immer verschwinden.
  • Mit Bildung in die Zukunft: Wir stehen kurz vor einer wirtschaftlichen Revolution. Ich glaube unsere Gesellschaft und das heutige Schulsystem ist nicht wirklich auf die erweiterte Automatisierung durch neue Arbeitstätigkeiten und die Nutzung der Künstlichen Intelligenz vorbereitet. Die Politik muss die Initiative ergreifen, um uns einen wirtschaftlichen Vorteil im neuen Wirtschaftszeitalter bereitstellen zu können. Ich stelle mir vor, dass von einem Lehrer begleitetes Lernen in kleinen selbstständigen Lerngruppen gefördert werden soll. Mit Hilfe der Informatik wird der Lehrer im Bereich Frontalunterricht entlastet und hat mehr Zeit um Fragen zu beantworten oder hochbegabte Schüler zu fördern. In höheren Klassen sollen aktive Lehrmeister und andere Wirtschaftsvertreter beigezogen werden. Dadurch werden Schüler besser auf die eigenen Bedürfnisse und der realen Wirtschaft sowie Gesellschaft vorbereitet. Es gibt viele neue wissenschaftlich geprüfte Ideen, nur der straffe Lehrplan und das politische Risiko hemmt eine Weiterentwicklung.
  • Gesundheitssystem: Unsere steigenden Krankenkassenkosten müssen wir in den Griff bekommen. Die Kostenbremse der CVP ist ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung. Medizinische Fachleute werden angewiesen, bei hoher Transparenz, die Kosten nicht zu überschreiten und müssen in ihrer Branche bestmögliche Sparmassnahmen umsetzen. Ich bin der Meinung, dass das kapitalistische Denken in der Medizinbranche beschränkt werden soll. Ein Mediziner sollte keinen Mehrwert durch das Verschreiben von teuren Medikamenten haben. Es wäre schön, wenn die medizinische Branche nicht an vielen Kranken ihr Geld verdient, sondern ihr Einkommen am Anteil an gesundwerdenden oder gesund bleibenden Patienten gemessen und bewertet wird. Leider widerspricht das grundsätzlich unserer Wirtschaftsordnung.

Vieles was wir heute als selbstverständlich empfinden, können wir nicht einmal über die nächsten Jahrzehnte aufrechterhalten. Trotzdem ändern wir nichts an unseren Gewohnheiten. Ich möchte das langfristig Beste meiner Region anstreben. Dabei versuche ich Themen zu verstehen, in dem ich sie aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachte und handle nach bestem Wissen und Gewissen, auch wenn ich damit nicht immer der heute herrschenden Meinung entspreche.